Auch nationale Notenbanken fluten den Markt mit billigem Geld

Das Finanzgebarden des Mario Draghi auf dem europäischen Finanzmarkt wurde bereits in der Vergangenheit von zahlreichen Expeten massiv kritisiert. Der Chef der Europäischen Zentralbank ist jedoch nicht der einzige Verantwortliche, der den Markt mit dem sogenannten billigen Geld überschwemmt.

Auch die einzelnen Notenbanken folgen der EZB

Es mag bislang den wenigsten Menschen so richtig aufgefallen sein, doch auch einzelne Notenbanken in der europäischen Wirtschaftszone legen ein ähnliches Verhalten wie Mario Draghi an den Tag. Obgleich die EZB durch das regelrechte Fluten des Finanzmarktes mit dem billigen Geld massiv im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, so verhalten sich die jeweiligen nationalen Notenbanken durchaus ähnlich. In der jüngeren Vergangenheit wurden erheblich mehr Staatsanleihen sowie gleichgestellte Wertpapiere erworben, als es den Anschein hatte. Die Regeln des europäischen Systems gestatten den Banken ein derartiges Verhalten zu eigenen Geschäftszwecken. Während der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise wurde äußerst offensiv gekauft. Experten gehen nach offiziellen Schätzungen allein in der Zeitspanne des Jahres 2006 bis zum Jahr 2012 von einem Geschäftsumfang von knapp 500 Milliarden Euro aus.

Das stillschweigende Gelddrucken wird von führenden wirtschaftlichen Ökonomen durchaus kritisch betrachtet. Diese Verhaltensmuster werfen laut dem Präsidenten von dem ifo-Institut, Hans-Werner Sinn, bislang undiskutierte Fragen auf, deren Beantwortung keinen Aufschub dulden. Wird ein derartiges Verhalten auch zukünftig stillschweigend einfach hingenommen, so ist die nächste wirtschaftliche Krise auf lange Sicht gesehen nur noch eine reine Frage der Zeit.

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