Der neue IWF-Bericht ist ernüchternd

Es wurde in den letzten Monaten seitens der europäischen Regierungen das Gefühl vermittelt, die europäische Finanzkrise sei längst überwunden und es wären lediglich noch ein paar kleinere Probleme mit Griechenland zu bewältigen, bevor alles wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden könne. Ein neuer Bericht des IWF belegt jedoch eindeutig, dass diese Sichtweise falsch ist.

Sorgen um das liebe Geld

Im neuen Bericht des Internationalen Währungs Fonds wird eindeutlich formuliert, dass die weltweite Finanz-Stabilität noch lange nicht erreicht ist und eher gegenteilig ein Scheitern der monetären Alchimisten eingestanden werden müsste. Bereits die nächste noch so kleine Krise kann erneut eine weltweite Finanzkrise auslösen. Für diese drohende Gefahr sieht der IWF derzeitig noch keine Lösungsansätze, daher wäre das Prinzip „Rettet Euer Geld“ derzeitig die vernünftigste Lösung. Aus diesem Grund sollten insbesondere Steuerzahler, Bank-Kunden und Sparer bei der Wahl ihrer Anlageform höchste Wachsamkeit an den Tag legen.

Ein Zufall ist diese Einschätzung sicherlich nicht, denn sie beruht auf dem Global Financial Stability Report, der das Scheitern des weltweiten Finanzsystems ernüchternd untermauert. Laut diesem GFSR sind alle bisherigen Bemühungen zur Verhinderung des Crashs als gescheitert anzusehen. Seit dem Oktober des Jahres 2014 sind die zu erwartenden Risiken auf dem weltweiten Finanzmarkt stark angestiegen und haben sich auf Bereiche verlagert, in denen es für die privaten Anleger schwerer wird, sie als Risiken zu erkennen. Die weltweiten Volkswirtschaften sind bereits abhängig vom funktionierenden Zusammenspiel zwischen Politik und freier Marktwirtschaft, was zahlreiche unerwünschte Nebeneffekte mit sich bringt. Das Niedrigzinsniveau wird daher mit Sicherheit noch für einen unabsehbar langen Zeitraum anhalten, da die Regierungen der Länder weiterhin mit günstigem Kapital aus den internationalen Kredittöpfen kalkulieren.

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