Die Bahn fährt Verluste ein

Die Bahn kommt. Mit diesem Spot, der zugegeben ein wenig in die Jahre gekommen ist, läutete das Unternehmen einst eine neue Epoche ein. Der tatsächliche Umsatz konnte jedoch die Erwartungen nicht erfüllen und auch für das nahezu abgeschlossene Jahr 2015 erwartet das Unternehmen einen Verlust von knapp 1,3 Milliarden Euro. Dieser Umstand zwingt den Unternehmenschef Grube zum Umdenken.

Den Rotstift ansetzen

Die Umsatzerwartungen bis in das Jahr 2020 wurden von Grube deutlich reduziert. Anhand der bisherigen Prognosen wird die Bahn bis zu diesem Zeitpunkt rund 13 Milliarden Euro geringeren Umsatz einfahren, wobei sich 3,6 Milliarden Euro direkt aus dem operativen Ergebnis ergeben. Direkt davon betroffen ist das von Gruber selbst ausgegebene Ziel, bis in das besagte Jahr 2020 50 Milliarden Euro Umsatzsteigerung zu erzielen. Ein Grund für das schlechte wirtschaftliche Ergebnis ist der Verlust in den Sparten Güter- und Personenverkehr, dessen Kosten durch angelaufene Sanierungsmaßnahmen deutlich über der Kalkulation lagen. Mit einer umfangreichen Unternehmensneuausrichtung möchte Gruber, dessen Vertrag bei der Bahn noch bis zum Ende des Jahres 2017 läuft, die Bahn wieder auf die Gewinngleise bringen.

Die Erwartungen für das Jahr 2016 sind zwar im Grunde genommen nicht schlecht, immerhin erwartet das Unternehmen einen geringen Nettogewinn, doch reicht der zu erwartende Gewinn für die Finanzierung der neu geplanten Flotte nicht aus. Es wird vielmehr erwartet, dass die Verschuldung des Unternehmens weiter ansteigt.

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