Es tobt ein regelrechter “Öl-Krieg”

Der niedrige Öl-Preis schadet in erheblichem Ausmaß der russischen Wirtschaft. Nicht wenige Menschen vermuten hinter dieser Entwicklung ein amerikanisches Kalkül, um Russland nachhaltig zu schaden. Zu diesen Menschen gehört auch der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, der diese Ansicht offen ausspricht. Maduro vermutet vielmehr, dass es das amerikanische Ziel sei Russland in einem “Öl-Krieg” vollständig zu zerstören.

Ein schwerer Vorwurf

Die Frage “Sind Sie sich im Klaren, dass derzeitig ein Öl-Krieg tobt?” äußerte Maduro im Rahmen seiner Rede vor bedeutenden Geschäftspersonen, die am Montag im TV ausgestrahlt wurde. Die amerikanische Taktik verfolge einzig das Ziel gewisse Länder in den Ruin zu treiben. Neben Russland, dessen Wirtschaft bereits merklich unter dem niedrigen Öl-Preis leidet, sei dieser “Öl-Krieg” auch gegen Venezuela gerichtet, da das südamerikanische Land durch das billige Schieferöl keine Exportumsätze mehr erzielen könne. Gerade einmal 48 Dollar pro Barrel hat Venezuela in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 durch Export verdienen können und es ist klar, dass die Wirtschaft nunmehr schwächele. Venezuela ist ein Opec-Mitglied und generiert 96 Prozent seiner Einnahmen aus dem Export von Öl.

Sowohl die anderen Opec-Staaten als auch Saudi Arabien tragen bei dem Ölpreis-Verfall eine regelrechte Schlüsselrolle, da diese sich gegen eine Reduzierung der Fördermengen wehren. Letztlich könnte es der OPEC im Grunde genommen egal sein, auf welchen Stand der Ölpreis noch sinkt jedoch geht die Entwicklung bedrohlich in die Richtung, dass schwächere Marktteilnehmer vom Markt verdrängt werden. Da sowohl Venezuela als auch Russland direkte Konkurrenten von Saudi Arabien sind könnte somit ein amerikanisches Kalkül dahinterstecken.

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