EU erwägt stärkeren Handel mit Russland

Die russische Wirtschaft stagniert und verzeichnet Verluste, die sich auch auf die europäische Wirtschaft merklich auswirken. Da der Handel der Amerikaner mit Russland weiter zunimmt, möchte nunmehr auch die EU diesen Faden aufnehmen und Russland wieder verstärkt in die Handelspolitik einbinden.
Federica Mogherini, ihres Zeichens EU-Außenbeauftragte, vertritt die Auffassung, dass eine neue Debatte der EU mit Russland gestartet werden müsse, um letztlich auch die Konfrontation der EU mit Russland im Bezug auf die Ukraine-Frage endgültig beenden zu können.

Das Hauptziel lautet friedliche Lösung

Sowohl die USA als auch die Ukraine verfolgen ebenfalls das Ziel einer friedlichen Lösung, denn jeder will sehr gern aus der Konfrontation herauskommen. Den Vorwurf der USA, die EU trete zu weich gegenüber Russland auf, kann Mogherini allerdings nicht teilen. Angela Merkel äußerte sich bereits im Dezember 2014 zu dieser Frage und machte deutlich, dass die Sanktionen gegenüber Russland nur dann aufgehoben werden, wenn der Kreml die Annexion der Krim rückgängig macht und diese Gebiete an die Ukraine zurückgibt.

Die Bemühungen haben durchaus ihren Grund denn es wird seitens der EU befürchtet, dass sich Russland im Jahr 2015 zu einer autarken Wirtschaft entwickeln würde sofern die EU ihre Sanktionen nicht aufgibt und der Preisabfall des Öl sich fortsetzt. Rund 70 Prozent der Exporte Russlands sind auf Energie ausgelegt sodass die russische Wirtschaft natürlich sehr stark an den Ölpreis geknüpft ist. Der stetige Preisverfall schadet daher dem BIP Russlands merklich und es ist das erste Mal seit 2009, dass Russland keinen Wirtschaftswachstum verzeichnen konnte.

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