Geplante Abschaffung der Roaming-Gebühren wird von Anbietern kritisch gesehen

Für Mobilfunkunternehmen ist die geplante Abschaffung der Roaming-Gebühren ein wahrer Dorn im Auge und dementsprechend sperren sie sich dagegen. Ein Umstand, der auch für Startups nicht uninteressant ist, da sich statistisch gesehen jeder dritte Existenzgründer in der Mobilfunkbranche selbstständig macht. Auch für Startups, deren unternehmerische Tätigkeit nicht im Bereich Mobilfunkbereich angesiedelt sein sollte, ist dieses Thema überaus interessant.

Ein nur theoretisch vereintes Europa

Die Schlagbäume sind weitestgehend abgebaut und an den Zollhäuschen ist kaum noch Tätigkeit zu verzeichnen und dennoch ist es ein kleines Signal, welches den Reisenden aus den Träumen des grenzenlosen Europas holt – das Mobilfunksignal! Ende 2015 sollten die Roaming-Gebühren, die sich mitunter sehr stark auf der Mobilfunkrechnung bemerkbar machen, abgeschafft werden. Allein an der praktischen Umsetzung der theoretischen Pläne scheitert es derzeitig noch ganz gewaltig! Einen festen verbindlichen Termin gibt es derzeitig noch nicht und auch der zuständige EU-Ministerrat wollte sich vor dem Hintergrund, dass es nicht zu Marktverzerrungen kommt, noch nicht festlegen.

Die Mobilfunkanbieter wehren sich

Eben jene Marktverzerrung wird von der Telekomregulierungsbehörde Berec befürchtet und ist auch Thematik der Stellungnahme, welche in der EU zum Thema Abschaffung der Roaming-Gebühren einging. Das Konsumverhalten der EU-Bürger sei für eine praktische Umsetzung dieses Vorhaben zu differenziert.
Die geplante Gebührensenkung würde einen merklichen Anstieg der Kosten für die Inlandstelefonate sowie die mobile Internetnutzung mit sich bringen, was letztlich den normalen Mobilfunknutzer enorm belasten würde.

Zum 01.Juli 2014 sanken bereits die Gebühren für ein Telefonat im EU-Ausland von 24 Cent auf 19 Cent zzgl. Mehrwertsteuer. Auch der SMS-Versand hat sich für Kunden des deutschen Marktes von 9,5 Cent auf maximal 7,1 Cent im europäischen Ausland verbilligt.

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