Gestiegene Löhne für Arbeitnehmer

Kurz vor dem Weihnachtsfest gab es von der deutschen Wirtschaft noch einmal richtig gute Nachrichten. Die Reallöhne sind im vorletzten Quartal im Durchschnitt um 2,4 Prozent angestiegen. Die zugrundeliegende quartarlsmäßige Verdiensterhebung wurde vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht und ergab auch, dass der Nominallohnindex ebenfalls angestiegen ist. Dieser Nominallohnindex stieg sogar um rund 2,6 Prozent.

Bedingt gute Nachrichten für Arbeitnehmer

Die nächste gute Nachricht lautet, dass der Arbeitnehmer auch wirklich etwas von den gestiegenen Löhnen hatte. Dieser Umstand liegt darin begründet, dass der Verbraucherindex ebenfalls um 0,1 Prozent angestiegen ist. Dies bedeutet, dass das Lohnplus nahezu gänzlich in den Händen der Arbeitnehmer verbleibt. Eine wahrlich schöne Nachricht vor dem Jahresende, die sich jedoch im nächsten Jahr wieder relativieren könnte, da der Arbeitgeberpräsident Kramer in der “Rheinischen Post” eine Forderung aussprach, die die Arbeitszeit der Arbeitnehmer betrifft.

Kramer forderte von den beschäftigten Arbeitnehmern zukünftig mehr Flexibilität am Arbeitsplatz. Seiner Ansicht nach ist der starre Acht-Stunden-Arbeitstag nicht mehr mit dem digitalen Zeitalter vereinbar, so dass sich durchaus auch flexible Arbeitszeiten ergeben könnten. Ingo Kramer hält es für durchaus denkbar, dass ein Arbeitnehmer nach Bedarf an einem Wochentag einen 12-Stunden-Arbeitstag leistet und als Ausgleich dafür am nächsten Arbeitstag lediglich vier Stunden. Kramer betonte weiter, dass sein Anliegen nicht die Auweitung der Wochenarbeitszeit verfolge. Die Kritik, dass die Digitalisierung zu einer Erweiterung der Erreichbarkeit des Arbeitnehmers in seiner Freizeit sowie zu einer Steigerung der Mehrarbeit instrumentalisiert wird, wies der Arbeitgeberpräsident vehement zurück.

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