Griechenlands Banken sollen rekapitalisiert werden

Die Einigung zwischen den Gläubiger-Staaten und Griechenland war nur der erste Schritt in Richtung finanzieller Stabilität. Da die Banken nunmehr in dem verschuldeten Land wieder geöffnet haben ist mit einem Run der Bevölkerung zu rechnen, so dass sich das Problem letztlich innerhalb von kürzester Zeit wiederholen könnte. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken sollen die griechischen Banken nunmehr mit 25 Milliarden Euro aus dem ESM rekapitalisiert werden.

Beteiligung über Bail-in Verfahren

Die Anteilseigner der jeweiligen Banken sollen aktiv an der Rekapitalisierung beteiligt werden. Dieser Schritt ist ein Teil der Vereinbarung, die Griechenland mit seinen Gläubigern getroffen hat. Für zahlreiche internationale Investoren könnte dieser Schritt bedeuten, dass das gesamte investierte Vermögen abgeschrieben werden muss. Betroffen sind von dieser Maßnahme vor allen Dingen größere Investoren wie die Wellington Management Group sowie die Fairfax Financial Holdings, die große Anteile an diversen Banken in Griechenland halten und in der letzten Zeit der verschärften Krise ihre Anteilsmengen sogar noch erhöht haben. Nach aktuellem Stand müssten diese Investoren hohe Verluste befürchten, was letztlich auf das geringe Eigenkapital sowie dem hohen Anteil an den sogenannten faulen Krediten der griechischen Banken zurückzuführen ist.

Erst im April 2015 hat Fairfax im Rahmen der Kapitalerhöhung rund 400 Millionen Euro an die Eurobank überwiesen und damit seinen Anteil auf insgesamt 8,7 Prozent erhöht. Nur einen Monat später erfolgte die nächste Erhöhung auf insgesamt 12,9 Prozent. Der Wert dieses Anteils fiel jedoch aufgrund der Krise auf 265 Millionen.

 

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