Italien droht gleiches Schicksal wie Griechenland

Die neue griechische Regierung hat innerhalb von kürzester Zeit ihre Arbeit aufgenommen, auch wenn das Wahlergebnis auf den europäischen Finanzmärkten keine nennenswerte Aufregung verursacht hat. Letztlich jedoch kann das Ergebnis sehr wohl gravierende Auswirkungen haben denn die zahlreichen Investoren werden die Entwicklung nicht positiv bewerten. Der amerikanische Vermögensverwalter Salient warnt eindringlich davor, dass in Italien eine ähnliche Entwicklung stattfinden könnte. Der Fall Italien wäre jedoch weitaus gravierender.

Eine drohende Gefahr für Italien

Das Anleihenprogramm vom EZB-Chef Draghi sind in Verbindung mit den griechischen Parlamentswahlen bezüglich neuer EU-Investitionen von grundlegender Bedeutung. Salient trug dieser Entwicklung Rechnung und hat eine Analyse für ihre Kunden erstellt, nach der in Europa Italien dem Schicksal von Griechenland folgen könnte. Die Marktgelassenheit gegenüber der griechischen Situation kann nur als Fehler angesehen werden, so die Analyse von Salient. Griechenland an sich ist zwar noch keine große systematische Bedrohung aber vielmehr ist zu befürchten, dass Italien dem Beispiel Griechenlands folgt. Salient verglich in der Analyse Griechenland mit der amerikanischen Bank Bears Stearns und Italien mit den Lehman Brothers.

Beide Banken standen im Jahr 2008 kurz vor der Insolvenz. Während Bears Stearns durch eine Übernahme von JPMorgan gerettet wurde gingen die Lehman Brothers in die Pleite. Diese Insolvenz ist auch heute noch finanziell spürbar und könnte als Parallele zu Italien angesehen werden. Griechenland umgeht seit Jahren die faktische Insolvenz des Landes durch Kredite von internationalen Geldgebern, während Italien für eine Rettung durch den ESM zu groß sei.

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