Kompromiss mit Griechenland hatte nicht nur wirtschaftliche Gründe

Der Schuldenstreit zwischen der Euro-Zone und Griechenland beschäftigt nunmehr seit geraumer Zeit alle Beteiligten. Nachdem die neue griechische Regierung jedoch ihre Arbeit aufgenommen hat wurde ein Kompromiss gefunden. Dies geschah auch auf Drängen der Vereinigten Staaten von Amerika und erfolgte nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch militärische Interessen wurden bei dem Kompromiss berücksichtigt.

Griechenland verbleibt als Puffer in der Euro-Zone

Russlands derzeitige Stellung in der Welt war einer der Hauptgründe für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Der Kreml wird derzeitig nicht nur von den Amerikanern als Bedrohung angesehen sondern gilt auch als Gefahr für Europa. Aus diesem Grund wurde letztlich der Kompromiss in der Schuldenfrage mit Griechenland geschlossen, damit die Nato-Streitkräfte zukünftig auch weiterhin finanziert werden können und die Südflanke Europas weiterhin abgesichert ist.

Jens Stoltenberg, der derzeitige Nato-Generalsekretär, verdeutliche noch einmal mit Nachdruck, dass der vieldiskutierte Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone unter den aktuellen geopolitischen Gesichtspunkten schlichtweg nicht möglich gewesen wäre. Sicherlich mag es stimmig sein, dass unter diesen Gesichtspunkten die griechische Drohgebärde des Austritts aus der Euro-Zone vielmehr als reiner Poker um eine bessere Verhandlungsposition angesehen werden kann, da sowohl die griechische Regierung als auch die restlichen Euro-Länder um die Meinung der Amerikaner und die militärische Stellung Griechenlands in Europa wussten. Der US-Finanzminister Jack Lew telefonierte kurz vor der Einigung kurzfristig mit seinem griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis und verdeutlichte, dass die derzeitige Lage der EU aus Sicht der Amerikaner für alle Beteiligten suboptimal sei. Lew forderte Varoufakis dazu auf, den konstruktiven Weg der Einigung einzuschlagen.

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