Merkel erneuert Standpunkt der „Einladungspolitik“ und sieht Chance für die Wirtschaft

Mit Bezug auf ihre Flüchtlingspolitik ist Bundeskanzlerin Merkel in Deutschland nicht gerade unumstritten, doch setzt sie die sogenannte „Einladungspolitik“, wie es von vielerlei Stellen bezeichnet wurde, unbeirrt fort. Im Rahmen des Afrika-Gipfels will sie nunmehr in der EU die Thematik anregen, wie zukünftig in Deutschland legal junge Afrikaner aufgenommen wrden können. Zudem stellt sie den afrikanischen Staaten finanzielle Mittel in Aussicht.

Mehr Migrationsförderung

Ihre Position ist mehr als offensichtlich. In einem Interview, welches die Politikwissenschaftlerin Carina Sprungk, mit der Bundeskanzlerin führte, antwortete Angela Merkel auf die Frage nach ihren Themen für den Afrika-Gipfel mit dem Standpunkt, dass die illegale Migration ausschließlich auf die mangelhaften Möglichkeiten der jungen Afrikaner zurückzuführen sei. Eine entsprechend koordinierte Entwicklungshilfe würde vielen jungen Afrikanern die Möglichkeit bieten, legal nach Deutschland zu kommen. Laut Ansicht der Bundeskanzlerin würde dies auch für die deutsche Wirtschaft eine Chance darstellen, da zahlreiche Berufe in Deutschland als Mangelberufe anzusehen sind. Diesbezüglich sei jedoch noch enorm viel Aufklärungsarbeit zu leisten, da die jungen Afrikaner im Angesicht der Massenflüchtlingsströme aus Syrien und anderen Kriegsgebieten derzeitig wenig im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Sprungk äußerte ebenfalls die Frage, ob die EU in dieser Thematik mit einer einheitlichen Stimme sprechen würde. Die Bundeskanzlerin antwortete, dass dieser Aspekt enorm wichtig sei und dass der Afrika-Gipfel als Chance für eine Einigung angesehen werden muss. Unklar ist bislang allerdings, ob Angela Merkel ihre Position mit den anderen Staatschefs überhaupt abgesprochen hat. Ihre sogenannte „Einladungspolitik“ stiess bislang auf wenig Gegenliebe, daher könnte bereits in Kürze das nächste Chaos drohen.

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