Russland greift nach EU-Geldern für die Ukraine

Wenige Tage ist es her, nachdem der Spekulant Soros von der EU Milliarden Kredite zur Rettung der Ukraine forderte. Ein Staatsbesuch des ukrainischen Präsidenten Arseni Jazenjuk in Berlin bei Bundeskanzlerin Merkel machte dies auch möglich, da Angela Merkel 1,8 Milliarden Euro an Krediten aus EU-Steuergeldern für die Ukraine in Aussicht stellte. Nunmehr jedoch hat der russische Kreml einen Schachzug lanciert, mit dem Russland dem Spekulanten George Soros einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Russland greift nach dem Geld

Die für die Ukraine vorgesehenen EU-Zahlungen könnte der Kreml dazu nutzen einen Kredit zur Fälligkeit zu bringen, der von der Ukraine aus eigenen Mitteln nicht getilgt werden kann. Via Sofortforderung eines drei Milliarden Dollar Kredites, den Russland vor einiger Zeit der Ukraine gewährt hat, könnte der Kreml die Steuergelder direkt für sich beanspruchen. Laut Berichten der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti habe die Ukraine eine Vielzahl von Bedingungen nicht erfüllt sodass der Kreml nunmehr auf die vorzeitige Tilgung bestehen könnte, obgleich Wladimir Putin vor einigen Wochen noch angedeutet hat, dass Russland nicht auf die vorzeitige Rückzahlung bestehen würde.

Das Darlehen aus dem Dezember 2013, welches der Kreml dem prorussischen Präsidenten der Ukraine Janukowitsch gewährt hatte sei unter der Auflage bewilligt worden, dass Russland die vorzeitige Rücktilgung dann verlangen kann, wenn die Schulden der Ukraine über 60 Prozent oberhalb der Wirtschaftsleistung liegt. Der Konflikt mit der Annektion der Krim hat letztlich dafür gesorgt, dass diese Werte überschritten wurden. Diesbezüglich hat Wladimir Putin bereits die Erwartung geäußert, dass die EU die Schulden der Ukraine übernehme. Aus Deutschland wurde der Ukraine bereits eine Bürgschaft über eine halbe Milliarde Euro zugesichert, die jedoch für den Wiederaufbau der Ostukraine vorgesehen waren. Mit der Aussicht auf weitere 1,8 Milliarden Euro würde Kiew jedoch Geld erhalten, welches keinerlei Zweckbindung unterliegt.

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