Russland und Saudi-Arabien arbeiten enger zusammen

Wirtschaftlich schwankt Russland bereits seit Anfang des Jahres aufgrund der Ölkrise im Land, die den Rubel schwächeln liess, doch militärisch ist der Kreml noch immer eine Macht. Diese militärische Stärke hat Saudi-Arabien offensichtlich überzeugt und dazu gebracht, die Kooperation mit Russland im Syrien-Konflikt zu unterzeichnen.

Kooperation zweier Länder mit Meinungsverschiedenheiten

Trotz der Meinungsverschiedenheiten haben Saudi-Arabien und Russland in Sotschi am Sonntag eine Kooperationserklärung unterzeichnet, die die engere Zusammenarbeit in Syrien regelt. Zunächst stand der Verteidigungsminister Saudi-Arabiens, Mohammed bin Salman al-Saud, der engeren Kooperation mit Wladimir Putin skeptisch gegenüber, da Russland seit einiger Zeit Luftangriffe auf Syrien unternimmt während hingegen Saudi-Arabien die Rebellengruppen unterstützt. In der Grundfrage, dass ein terroristisches Kalifat in dem Land verhindert werden müsste, waren sich jedoch beide Parteien einig. Vladimir Putin war es offensichtlich gelungen, die saudischen Befürchtungen über eine engere Zusammenarbeit zwischen Syrien und dem Iran zu entkräften. Die russische Intervention in der Region gelte allein dem Kampf gegen die IS.
Noch vor wenigen Tagen wurde in Saudi-Arabien zum heiligen gegen den Kreml aufgerufen, doch hat sich mit dieser Wendung offensichtlich die pragmatische politische Ausrichtung deutlich durchgegesetzt. Ob dies an der Überzeugungskraft der saudischen Pragmatiker gegenüber den führenden Geistlichen des Landes oder an der mangelnden Erfolgsaussicht dieses Unterfangen lag, blieb ungeklärt. Mit dem neuen Partner hat Russland nunmehr eine enorm breite Allianz für die Intervention in Syrien. China, Iran sowie der Irak und nunmehr auch Saudi-Arabien gelten als Unterstützer von Russland. Auch Frankreich zählt zu den Unterstützern Wladimir Putins.

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