Wirtschaft hofft auf Fachkräfte unter den Flüchtlingen

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt sowohl Europa als auch Deutschland in diesen Tagen sehr stark und nicht selten kommt in diesem Zusammenhang der Wunsch auf, dass sich unter den Flüchtlingen auch zukünftige Fachkräfte befinden, die die deutsche Wirtschaft weiter vorantreiben. Diese Hoffnung hegt auch die deutsche Wirtschaft an sich, setzt jedoch eine stärkere Unterstützung der Bundesregierung zum Gelingen dieses Unterfangens voraus.

Forderung nach mehr Sicherheit

Thyssenkrupp ist zweifelsohne einer der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Das Unternehmen hat eine lange Geschichte und gilt als stark und gesichert. Der Unternehmens-Chef Heinrich Hiesinger möchte natürlich, dass dies auch zukünftig so bleibt und forderte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ von der Regierung mehr Großzügigkeit in Bezug auf Bleiberegelungen von Flüchtlingen sowie finanzielle Unterstützung für die Unternehmen zur Integration der Flüchtlinge. Besonders bei den Kommunen mangelt es laut Hiesinger an Mitteln, um Fachkräfte unter den Flüchtlingen für die deutsche Wirtschaft zu gewinnen. Auch Hans Peter Wollseifer, ZDH-Präsident, schließt sich der Forderung an. Seine Hoffnung ist es, dass die Flüchtlinge den Fachkräftemangel in Deutschland beheben. Als Voraussetzung hierfür seien jedoch eine längere Dauer der Aufenthaltsduldungen, da Betriebe eben jene Sicherheit benötigen.

Wollseifer sprach gegenüber der Zeitung „Passauer Neue Presse“ von einem Risiko, wenn Flüchtlinge ihre Ausbildung aufgrund von Abschiebungen nicht beenden können. CDU-Vize-Chefin Julia Klöckner folgt dieser Ansicht grundsätzlich, doch verknüpft sie dies mit einer generellen Bereitschaft der Flüchtlinge, die Werte und Kultur von Deutschland ein Stück weit zu übernehmen.

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