Welche Versicherungen braucht ein D-A-CH Einzelunternehmer?

Gut versichert mit dem eigenen Unternehmen

Wenn Sie sich ein Einzelunternehmen aufgebaut haben, steckt schon viel Energie im Unternehmen. Sie arbeiten selbstständig und erfüllen sich oft einen großen Lebenstraum. Aber gerade mit einem Einzelunternehmen sind Sie zahlreichen Risiken ausgesetzt, gegen die Sie sich sinnvoll absichern sollten. Zu den Risiken gehören nicht nur betriebliche Kosten, sondern vor allem auch die Übernahme von medizinischen Kosten oder eine Altersvorsorge. Nur wer sich rechtzeitig richtig versichert, kann mit seinem Einzelunternehmen beruhigt in die Zukunft schauen. Wenn es um Versicherungen geht, hat die alte Volksweisheit, sich so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig zu versichern, immer noch ihre Gültigkeit.

Versicherungen für Einzelunternehmer in Deutschland

Wer in Deutschland als Einzelunternehmer tätig sein will, sollte sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie er sein Unternehmen und sich selber absichert. So gehört zum Beispiel die Krankenversicherung zu den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen. Außerdem gibt es ein paar Versicherungen, die existenziell für das Unternehmen sein können. Ganz wichtig ist dabei die Betriebshaftpflicht. Die Betriebshaftpflicht gehört zur Basisabsicherung, weil sie Schäden, die einem Dritten zugefügt werden, absichert. Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Personen- oder Materialschäden ab.

Es gibt daneben noch zahlreiche andere Versicherungen, mit denen die unterschiedlichsten Risiken abgedeckt werden können. Welche Versicherungen das sind, richtet sich in erster Linie nach Art und Umfang des Unternehmens. Ein paar Beispiele dafür sind Versicherungen für Geschäftsunterbrechungen oder Versicherungen gegen Feuer, Wasser und Brand.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang die private Absicherung. Die Hauptrisiken bei der privaten Absicherung sind Krankheit, Unfall, Berufsunfähigkeit und Vermögensrisiken. Obwohl die Krankenversicherung zu den Pflichtversicherungen in Deutschland gehört, haben Unternehmer trotzdem die Wahl, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern wollen. Vor allem dann, wenn Familienangehörige mitversichert werden müssen, bietet sich die gesetzliche Krankenversicherung an. Während Arbeitnehmer eine Lohnfortzahlung bekommen, sollte sich ein Einzelunternehmer zusätzlich mit einer Krankentagegeldversicherung absichern, da er von niemandem eine Lohnfortzahlung bekommt.

Für Sie als Einzelunternehmer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung extrem wichtig. Sie schützt Sie, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können. Auch als Einzelunternehmer sollten Sie während Ihres Berufslebens an Ihre Altersvorsorge denken. Sie haben die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung anzumelden oder Sie können mit einer privaten Altersvorsorge für einen angenehmen Ruhestand vorsorgen. Ihnen steht nur dann eine staatliche Rente zu, wenn Sie lange genug in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben.

Pflichtversicherung:
– Krankenversicherung

freiwillige Versicherungen:
– Betriebshaftpflicht,
– Versicherungen für Geschäftsunterbrechungen

die private Absicherung:
– Krankentagegeldversicherung,
– Berufsunfähigkeitsversicherung


Versicherungen für Einzelunternehmer in Österreich

Wenn Sie als Einzelunternehmer in Österreich gewerblich tätig werden, benötigen Sie eine Gewerbe- oder Berufsberechtigung. Mit der Beantragung dieser Berechtigung werden Sie automatisch Mitglied der WKO und damit bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft versichert. Diese Versicherung bei der SVO ist eine Pflichtversicherung. Die Pflichtversicherung beinhaltet die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung. Während Kranken- und Pensionsversicherung im Sozialversicherungsgesetz geregelt sind, ist die Unfallversicherung Teil des allgemeinen Versicherungsgesetzes.

Neben dieser Pflichtversicherung sollten Sie aber auch an Ihre Risikoabdeckung denken. Am besten ist es deshalb, wenn Sie als Einzelunternehmer eine betriebliche Haftpflichtversicherung abschließen. Der Inhalt richtet sich nach den betrieblichen Gegebenheiten und kann individuell festgelegt werden. So sind zum Beispiel Sach-, Personen- und Vermögensschäden, die dritten Personen durch Ihr Unternehmen entstehen, bis zu einer bestimmten Höhe abgedeckt.

Im Rahmen einer Sachversicherung können außerdem Feuer-, Wasser- und Sturmschäden, Leitungswasserschäden oder Versicherungen für Computer und Elektrogeräte enthalten sein. Versicherungen gegen Vermögensschäden beinhalten das Abdecken entgangener Erträge oder Kosten, die aufgrund eines eingetretenen Schadens entstehen. Aber auch die Betriebsrechtsschutzversicherung und die Betriebsunterbrechungsversicherung gehören in diese Kategorie.

Als Personenversicherungen werden Lebens-, Unfall- und Krankenversicherung bezeichnet. Diese Versicherungen können zusätzlich zur Sozialversicherung abgeschlossen werden.

Ein weiteres Feld der Versicherungen betrifft die private Absicherung. Gerade bei Einzelunternehmen kann ein Unfall oder eine Krankheit schnell existenzbedrohend werden. Schon seit einigen Jahren bekommen Kleinunternehmer unter bestimmten Voraussetzungen für maximal 20 Wochen eine gesetzliche Unterstützungsleistung in Höhe von rund 30 EUR am Tag, wenn sie länger als 43 Tage arbeitsunfähig sind. Das ist oft nicht ausreichend und sollte deshalb von einer Krankentagegeldversicherung komplettiert werden. Mindestens genauso wichtig ist die Altersvorsorge. Dafür gibt es neben der staatlichen Rentenkasse zahlreiche Möglichkeiten, um für einen angenehmen Ruhestand vorzusorgen. Lebensversicherungen sind eine Möglichkeit, auch im Alter über regelmäßige Bezüge zu verfügen.

Pflichtversicherung:
– Sozialversicherung bei der WKO,

freiwillige, wichtige Betriebsversicherungen:
– betriebliche Haftpflichtversicherung,
– Sachversicherungen,
– Personenversicherungen

die private Absicherung:
– Krankentagegeldversicherung,
– Rentenversicherung,
– Lebensversicherung


Wichtige Versicherungen für Einzelunternehmer in der Schweiz

Welche Versicherungen obligatorisch sind und welche Versicherungen freiwillig sind, hängt in erster Linie von der gewählten Rechtsform ab. Für Einzelunternehmer gilt, dass sie für ihre Vorsorge zum größten Teil selber verantwortlich sind. Erst ab einem Jahreseinkommen von CHF 21.000 sind sie verpflichtet, Abgaben an die Pensionskasse zu zahlen. Anders ist es beim Berufsunfall. Hier sind Sie als Einzelunternehmer ab dem ersten Franken pflichtversichert.

In der Schweiz gibt es zwei Säulen der Invalidenvorsorge. So gehört die Invalidenversicherung zum wichtigsten Teil der AHV. Sie ist obligatorisch und hat das Ziel, alle Versicherten zu unterstützen, wenn sie invalid werden. Unterstützende Maßnahmen können Eingliederungshilfen oder Geldleistungen für die Sicherung der Existenzgrundlage sein. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Alters- und Hinterlassenenversicherung.

Sie ist als Volksversicherung für alle Versicherten obligatorisch, da sie den Existenzbedarf im Alter oder im Todesfall abdeckt. Seit einigen Jahren sind auch die Familienzulagen für Einzelunternehmer obligatorisch. Sie sind damit besser abgesichert, weil sie zwar beitragspflichtig, aber damit im Notfall auch anspruchsberechtigt sind. Zuständig für die Familienausgleichskassen sind die Kantone, in denen das Unternehmen angemeldet ist.

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Krankenversicherung. Für alle, die in der Schweiz arbeiten, ist diese Versicherung obligatorisch. Sie sorgt dafür, dass alle Versicherten Zugang zur medizinischen Grundversorgung haben. Auch wenn es sich dabei um eine Pflichtversicherung handelt, können die Mitglieder trotzdem entscheiden, bei welchem zugelassenen Krankenversicherer sie sich anmelden möchten.

Neben den Pflichtversicherungen gibt es noch andere Versicherungen, die im eigenen Ermessen des Einzelunternehmers stehen. Dazu gehören zum Beispiel Betriebsversicherungen und Betriebshaftpflichtversicherungen. Welche Risiken damit versichert werden, sind individuell vereinbar und richten sich in der Regel nach der Beschaffenheit des Unternehmens.

Zusätzliche private Absicherungen lassen sich ebenfalls über Versicherungen regeln. Lebensversicherungen, Unfallversicherungen und Krankenhaustagegeldversicherungen sind nur ein paar Beispiele dafür.

Pflichtversicherung:
Pensionskasse ab CHF 21.000 Jahreseinkommen,
Versicherung gegen Berufsunfall,
Invalidenversicherung,
Alters- und Hinterlassenenversicherung,
Familienzulagen,
Krankenversicherung

freiwillige, wichtige Betriebsversicherungen:
Betriebshaftpflicht,
Betriebssachversicherungen

die private Absicherung:
Lebensversicherung,
Unfallversicherung,
Krankenhaustagegeldversicherung

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