Laut aktueller Studie BWL-Studium für Investoren nicht vorrangig interessant

Für Startups ist das Wissen darüber, was genau ein Investor bzw. Kapitalgeber zu einer Investitionsentscheidung treibt, sehr wichtig. Diesbezüglich gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten und natürlich kann keine verallgemeinerte Pauschalaussage im Zusammenhang mit der Investitionsentscheidung getroffen werden. Die Universität Trier jedoch hat jetzt in einer Studie für die Schweiz sowie auch Deutschland die Hauptgründe für Investoren herausgefunden.

Ein Vorurteil wurde durch diese Studie entkräftet, welches sich sehr lange unter Startups gehalten hat. Die Meinung, dass Investoren lediglich auf der Basis von nackten Zahlen bzw. harten Faktoren ihre Investitionsentscheidung treffen würden, konnte im Rahmen der Studie ausgeräumt werden.

Viele Startups gingen bislang davon aus, dass die Investoren ein BWL-Studium des Gründers als Voraussetzung für die Investitionsentscheidung angesetzt haben. Dies ist jedoch falsch. Wie die Studie der Universität Trier ergab ist es den Investoren viel wichtiger, welches Ziel ein Startup verfolgt. Soziale Ziele werden dabei sehr viel häufiger unterstützt als rein auf Profit ausgelegte Unternehmen.

Ein weiterer Aspekt, der nicht gänzlich der geltenden Ansicht von Startups im Hinblick auf die Motivation von Kapitalgebern entspricht, bezieht sich auf die wirtschaftliche Seite des Investments. Zwar achtet jeder Investor ein Stück weit auf die Rendite des Investments, allerdings ist dies bei den meisten befragten Investoren nicht vordergründig. Vielmehr spielt die Leidenschaft des Gründers sowie die authentische Haltung eine wichtigere Rolle. In diesem Zusammenhang muss jedoch auch die persönliche wirtschaftliche Situation des Kapitalgebers berücksichtigt werden.

Ein wirtschaftlich unabhängiger Investor kann sich dabei erheblich einfacher als “Sponsor” eines Startups betätigen als ein Kapitalgeber, der auf die Rückzahlung des Investments zwingend angewiesen ist. In der Regel betätigen sich lediglich ganz besonders wohlhabende Investoren als reine Sponsoren und wählen die Startups, die mit dem Investment gefördert werden sollen, unter sozialen Gesichtspunkten aus.

Da gerade in der Startupphase Fremdkapital in den meisten Fällen überaus entscheidend für die Erfolgschancen des Unternehmens ist können Startups dementsprechend die Erkenntnisse der Universität Trier für sich nutzen, um auf diese Weise die Chance für eine erfolgreiche Fremdkapitalgenerierung zu steigern. Es muss jedoch auf jeden Fall gesagt werden, dass im Vorfeld genügend Informationen über den potenziellen Investor vorhanden sein müssen. Es gibt durchaus auch Kapitalgeber, die nach anderen Kriterien entscheiden.

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